Gute Anlageidee: Portfolio optimieren vs langweilige ETFs

Gute Anlageidee: bei Optimierungswahn und Portfolio optimieren hilft ein Plan. Setze auf langweilige ETFs.

Du hast eine gute Anlageidee und willst Dein Portfolio optimieren? Gute Idee oder spricht da was dagegen? Hier erfährst Du:
– Wann Du Dein Portfolio optimieren solltest und warum langweilige ETFs kein Problem sind?

Warum Dich gute Anlageideen teuer kommen können?
Wie Du den Optimierungswahn leicht in den Griff bekommst?
Wenn Du wenig Zeit hast, dann lies doch einfach die Zusammenfassung im Fazit oder schau mein kurzes Videofazit an.

Kurzes Videofazit

Überall gute Anlageideen

Gut für wen?

Mir passiert das auch hin und wieder. Ich lese einen Post auf Facebook, einen Artikel in einem Magazin oder sehe einen Bericht im Fernsehen, der mich auf eine gute Anlageidee bringt:

Warum immer nur langweilige ETFs? Was, wenn ich jetzt in diese oder jene Aktie investiere? Sind da nicht bessere Renditen möglich?

Was, wenn ich mein Portfolio komplett umstelle, erweitere oder ein ganz anderes verwende? Wäre da langfristig nicht ein viel höherer Gewinn drin?

Prinzipiell toll, wenn Du eine gute Anlageidee hast. Natürlich ist es richtig, von vornherein das Portfolio optimieren zu wollen.

Viele machen sich leider zu wenig eigene Gedanken über ihre Geldanlage und vertrauen lieber blind einer fremden Person.

Ob das eine gute Idee ist, hängt von der Person ab.

Ein Großteil der Beschäftigten in der Finanzindustrie, möchte in erster Linie Geld an Dir verdienen. Kaum jemand macht das ausschließlich aus Altruismus.

Gute Anlageidee: Portfolio optimieren vs langweilige ETFs 1Gute Anlageidee: Portfolio optimieren vs langweilige ETFs 2

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Das ist auch nicht schlimm, solange Deine Interessen dabei nicht unter die Räder kommen. Bei der Beratung von Geldanlagen ist das aber leider häufig der Fall.

Berater haben oft gute Anlageideen parat. Die Frage ist halt nur:

Also gut für wen?

Nicht selten sind sie gut für die Bank, den Berater oder die Versicherung, aber nicht für Dich.

Zu viele gute Anlageideen

Zu wenig Gedanken über die eigene Geldanlage in Verbindung mit zu viel Vertrauen in andere können also problematisch sein.

Doch zu viele Gedanken und eigene gute Anlageideen sind leider auch nicht immer gut.

Wieso stellt es ein Problem dar, wenn Du viel über Deine Geldanlage nachdenkst? Nun. Aus Gedanken werden eben oft Handlungen.

Entwickelst Du ständig neue gute Anlageideen, ist die Gefahr groß, dass Du zu aktiv wirst und/oder Deinen ursprünglichen Plan verschlimmbesserst.

Online-Banking ist einerseits ein Segen. Du kannst so in wenigen Sekunden Dein Portfolio optimieren. Andererseits ist genau dies das Problem.

Du kannst gute Anlageideen sehr schnell umsetzen. Damit fehlt auch die Zeit, erst einmal in Ruhe darüber nachzudenken.

Selbst wenn der neue Plan tatsächlich besser ist als der Alte und Du so Dein Portfolio optimieren kannst, muss das am Ende noch gar nicht gut für Deine Geldanlage sein.

Kling paradox, gell?

Meist ist es tatsächlich deutlich besser, an einem soliden Plan festzuhalten, als diesen ständig gegen immer neue und bessere Pläne einzutauschen.

Chronischer Optimierungswahn kostet

Chronischer Optimierungswahn ist auch dem ETF-Yogi nicht fremd

Chronischer Optimierungswahn ist für mich eine der Todsünden der Buy and Hold-Geldanlage.

Und da setze ich mich jetzt gar nicht auf ein hohes Ross und zeige mit dem Finger auf andere.

Gute Anlageideen und Portfolio optimieren haben alle: nicht auf dem hohen Ross sitzen

Mir geht es auch nicht anders. Ich habe viele gute Anlageideen und muss mich ständig zurückhalten.

Bei der Recherche für Artikel, finde ich oft so viele tolle ETFs, Portfolios und Strategien, die ich gerne ausprobieren würde.

Manchmal lerne ich etwas Neues dazu und frage mich, ob das nicht auch in meine Anlage mit einfließen sollte.

Gerade, wenn Du Dich in Foren bewegst, bist Du in ständigem Austausch mit anderen.

Ein Plan ist ein Plan, ist ein Plan

Dann sind da Leute, die Dir sehr eloquent erklären, warum das, was Du tust, falsch oder nicht ganz optimal ist. Nicht das Fakten oder Zahlen heute noch von großer Bedeutung wären.

Manche können Ihre Standpunkte gut mit Zahlen untermauern. Sie haben scheinbar recht. Doch oft ist es mehr Schein als Sein.

Tatsächlich weiß ja niemand so genau, was in Zukunft passiert. Selbst eine sehr gute Anlageidee hat daher immer ein gehöriges Maß an Unsicherheit.

Nichts ist sicher im Leben, vor allem nicht die Zukunft!

Jede Strategie, zum Beispiel mit Faktoren, hat Durststrecken, in denen es schwer wird und andere Strategien besser aussehen.

Da kann es Nervenkraft brauchen, um an Deinem Plan festzuhalten. Dennoch ist es wichtig, genau das zu tun.

Auch ein Plan, der nicht ganz optimal ist, kann sich langfristig durchsetzen.

Es kommt nicht darauf an, alles richtig zu machen, sondern nicht allzu viel falsch.

Gute Anlageideen und Planung: solltest Du im Optimierungswahn dein Portfolio optimieren?
Gute Anlageideen und Planung A, B, C … Z?

Und der größte Fehler ist für mich, Deine Strategie ständig zu wechseln bzw. von der aktuellen Performance oder von Trends abhängig zu machen: ein Plan ist ein Plan, ist ein Plan.

Das berühmte “Hin und her macht Taschen leer” klingt zwar abgedroschen, stimmt deswegen aber trotzdem. Ständig Dein Portfolio optimieren zu wollen, kostet Dich richtig.

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Gute Gründe, warum Du Dein Portfolio optimieren möchtest

Natürlich kannst und solltest Du Dein Portfolio optimieren bzw. anpassen, wenn es notwendig ist. Beachte den letzten Teil “wenn es notwendig ist”.

Dabei kann es darum gehen, dass Du die gewünschte Balance von Ertragsmaximierung und Anlagerisiko wieder herstellst bzw. an Dein Lebensalter anpasst.

Mit anderen Worten: Rebalancing ist nicht nur gestattet, sondern wichtig. Einmal im Jahr reicht dafür aber völlig.

Manchmal geht es auch nicht anders. Es gibt Umstände, die erfordern einfach, dass Du Dein Portfolio optimieren musst. Ein solcher guter Grund ist, zum Beispiel, eine ETF-Schließung oder eine Aktie bzw. Branche, die dauerhaft in Schieflage gerät.

Aber auch eine Portfolio-Fehlkonstruktion ist ein guter Grund. Gerade am Anfang macht man gerne dumme Fehler und es macht natürlich keinen Sinn, daran für alle Zeiten festzuhalten.

Liegen also mehr als 10-15% Deines Kapitals in einer einzelnen Aktie, Dein Risikoanteil ist zu hoch, Du investierst in sehr teure aktive Fonds oder all Dein Geld steckt in einem DAX-ETF, ist Portfolio optimieren eine gute Idee.

Hast Du anfangs hingegen einen halbwegs soliden Plan erstellt, dann würde ich mir schwer überlegen, ob Du Deinen Portfolio-Plan dem Optimierungswahn opfern solltest.

Rechne Dir sehr genau durch, prüfe, überlege und diskutiere mit anderen darüber. Das ist keine Entscheidung, die Du leichtfertig treffen solltest.

Selbst wenn Du umstellst, würde ich es mir in jedem Fall sehr gut überlegen, bevor Du Anteile verkaufst.

Steuerlich kann dies große Nachteile mit sich bringen.

Schlechte Gründe, warum Du Dein Portfolio optimieren möchtest

Schlechte Gründe, warum Du Dein Portfolio optimieren möchtest, gibt es viele. In der Folge liste ich nur ein paar auf, die mir in Foren immer wieder begegnen.

Langweilige ETFs

Langweilige ETFs sind Dir nicht genug? Du möchtest lieber etwas aufregenderes? Warum nicht mal Traden oder Optionen ausprobieren? Klar. Kannst Du machen.

Aber ganz ehrlich. Ja. ETFs sind langweilig. Na und? Geldanlage darf langweilig sein. Die Vermögensbildung ist nicht der richtige Ort, um Deinen Hang zum Risiko auszuleben.

Wenn Du den Kick suchst bzw. brauchst, warum nicht einen Adventure- oder Rennsport ausüben? Bei der Geldanlage ist das für mich das falsche Vehikel.

Selbst wenn Du eine gute Anlageidee hast, wieso solltest Du da Dein Geld – oder im schlimmsten Fall das Deiner Familie – einem erhöhten Risiko aussetzen? Da sind mir langweilige ETFs gerade recht.

Langweilige ETFs schützen Dich ebenso wenig vor einem Börsencrash wie ein breit diversifiziertes Portfolio mit Einzelaktien.

Sie bieten Dir aber Schutz davor, dass eine einzelne Unternehmenspleite Dein komplettes Portfolio in Schieflage bringt.

Gerade bei Optionsstrategien kann die Gier gefährlich werden. Wenn es in guten Phasen gut läuft, willst Du vielleicht mehr und riskierst mehr. Das kann sich gewaltig rechen.

Außerdem brauchen Einzelaktien oder Optionsstrategien viel Zeit und Aufmerksamkeit. Da solltest Du auch überprüfen, ob sich das vom Zeitaufwand her überhaupt lohnt.

Persönlich setze ich auch zukünftig liebend gerne weiter auf langweilige ETFs – und so langweilig finde ich sie gar nicht. Sonst würde mir hier nicht so viel einfallen, worüber ich schreiben könnte…

ETFs sind nur etwas für Anfänger

Eine Meinung, die mir auch oft begegnet ist: “ETFs sind nur etwas für Anfänger!” Am Anfang seien ETFs okay, aber Leute die sich mit Einzelaktien, etc. auskennen, würden deutlich höhere Renditen erreichen.

Eine Variante davon lautet: wer in dumme oder langweilige ETFs investiert, bekommt eben immer nur den Durchschnitt. Nur wenn Du es anders machst als die Masse, dann kannst Du eine höhere Rendite bekommen

Klar. Stimmt. Wer in einen Index investiert bekommt nur die durchschnittliche Rendite die der Markt bzw. der Index hergibt. Und Durchschnitt klingt doch furchtbar schlecht, oder?

Wenn ich diese Argumente höre, beschleicht mich meist das Gefühl, dass mir mein Gegenüber eigentlich etwas verkaufen möchte.

Er oder sie appelliert an Deine Gefühle. Wer will sich schon gerne als Anfänger bezeichnen lassen, der keine Ahnung hat. Das wurmt.

Dieses Argument sagt also: “Hey, ich bin ein Profi und Du ein Anfänger. Von mir kannst Du etwas lernen. Mach doch meinen kostenpflichtigen Börsenkurs und dann kannst Du ebenfalls anlegen, wie ein Großer.”

Nehmen wir an, wir hätten hier tatsächlich einen Profi vor uns, was meistens gar nicht der Fall ist. Sind Profianleger denn so viel besser?

Professionelle Fondsmanager haben oft ein ganzes Team hinter sich. Na, dann müssten die doch langfristig und zuverlässig den Index schlagen, oder?

Wie die SPIVA-Studie immer wieder zeigt, schaffen es wenige Fondsmanager, nachhaltig den Index zu schlagen. Bei denen, die es schaffen, gibt es leider auch keine Gewähr, dass sie es zukünftig wieder schaffen werden.

Es kommt aber noch schlimmer. Affen, die willkürlich Aktien aussuchen schlagen in wissenschaftlichen Versuchen regelmäßig Fondsmanager.

Tja. Dann vielleicht doch lieber Masse statt Klasse. Lieber kontinuierlich den Durchschnitt, als Mal mehr und Mal weniger, aber in Summe selten den Durchschnitt.

Mein Tipp: Wenn Du tatsächlich etwas spielen möchtest und Du mehr brauchst als langweilige ETFs, dann könnte ein Musterportfolio bei wikifolio etwas für Dich sein.

Wenn ich eine “gute Anlageidee” habe, setze ich sie erst Mal dort um. Damit meine ich aber nicht, dass Du Geld in wikifolio-Musterportfolios investieren sollst.

Du kannst eben selbst ein wikifolio einrichten und dort Deine eigenen Ideen erst einmal unter relativ realen Bedingungen ausprobieren, ohne Geld dafür zu verwenden.

Als ETF-Yogi habe ich dort selbst 3 öffentliche Portfolios, die den Status eines ersten Experiments schon überschritten haben und bei denen ich jetzt langfristig sehen möchte, wie sie sich entwickeln.

Logo wikifolio.com (Bild, 200x50)

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Mit ETFs und Indexfonds brauchst Du sehr lange, um reich zu werden!

Das ist tatsächlich eines meiner Lieblingsargumente. Ja, mit ETFs und Indexfonds braucht Du sehr lange, um reich zu werden. Das stimmt zumindest dann, wenn Du bei 0 anfängst und die Sparrate niedrig ist.

Aber wie sieht denn bitte ein Weg aus, ohne Startkapital schnell reich zu werden? Zwar finden sich genug Anleitungen dazu im Netz, doch bisher ist mir noch keine begegnet, die einen kritischen Blick stand hält.

Ein “schneller Weg zum Reichtum” ist eine schöne Illusion und die meisten Programme, die das Versprechen, sind wenig seriös.

Solche Ansätze appellieren an die Begierde von unerfahrenen Anlegern. Leider funktioniert das aber meist nur für jene, die kostenpflichtige Seminare unterrichten oder teure Abonnements verkaufen.

Belohnungaufschub, bzw. delayed gratification, ist gerade bei der Geldanlage sehr wichtig. In der Ruhe – auch bei der Portfoliogestaltung – liegt die Kraft.

Dein Portfolio braucht  Ruhe, um für Dich arbeiten zu können. Da hilft es leider wenig, wenn Du es dauernd störst, weil Du Dein Portfolio optimieren willst.

Aktienanlagen sind verletzliche Pflänzchen. Sie brauchen Zeit und Ruhe. Auf gar keinen Fall mögen sie Anfälle von Optimierungswahn.

Bessere Performance

Eine der teuersten Arten, wie Du Dein Portfolio optimieren kannst, ist ständig schlecht laufende ETFs gegen andere ETFs oder sogar Fonds auszutauschen, die eine vermeintlich gute oder bessere Performance haben.

Das gilt sowohl für einzelne ETFs im Portfolio als auch das ganze Portfolio. Vorausgesetzt, Du verfolgst ein breit diversifiziertes Portfolio, schädigst Du Dich so sehr leicht selbst.

Wieso? Auf den ersten Blick klingt es doch logisch: schlecht laufende langweilige ETFs raus und bessere aufregende ETFs rein ins Portfolio. Kurz- und mittelfristig hast Du damit sogar scheinbar Erfolg.

Das Problem: Wie oben bereits erwähnt, betreibst Du damit Performance Chasing.

Bestimmte Anlageklassen, Styles, Branchen oder Regionen, laufen in bestimmten Phasen besser oder schlechter als andere.

Das ist völlig normal und kein Grund für einen Strategiewechsel!

Was, wann, wie besser läuft, lässt sich leider nur bedingt vorhersagen. Es ist allerdings relativ wahrscheinlich, dass das, was zuletzt hervorragend lief, vermutlich mittelfristig durch etwas anderes abgelöst wird.

Indem Du immer vor allem auf die Sachen setzt, die zuletzt mehr Rendite brachten, hechelst Du dem Markt ständig hinterher, erreichst ihn aber nie.

Kaum hast Du in Regionen-ETFs, Faktoren-ETFs oder Branchen-ETFs investiert, die zuletzt gut liefen, ist die Outperformance schon woanders Zuhause.

Du investierst prozyklisch. Du kaufst immer das, was zuletzt gut lief und damit aktuell teuer ist. Das ist ein Ansatz, der Dir fast garantiert, dass Du schlechter abschneidest als der Markt.

Natürlich waren das nur Beispiele für schlechte Anlageideen und es gibt zahlreiche weitere Möglichkeiten: neuer toller ETF als Sparplan-Aktion, Investieren auf Kredit weil die Gelegenheit günstig erscheint, etc.

Fazit – Was tun, wenn Du eine gute Anlageidee hast?

Hilfe! Ich habe eine gute Anlageidee! Was soll ich nur tun? Zuerst einmal keine Panik! Das Vorhandensein von Gedanken ist erst Mal eine gute Nachricht: Du lebst!

Nun heißt es: Ruhe bewahren und nicht gleich in einen Optimierungswahn verfallen. Meistens, wenn gute Anlageideen noch frisch sind, sind sie mit vielen Emotionen verknüpft!

Da sind vielleicht Begierde und Gier oder aber auch Angst und Panik, die Dich zum schnellen Handeln verleiten wollen. Diesem ersten Impuls solltest Du auf keinen Fall nachgeben.

Gute Anlageidee: bei Optimierungswahn und Portfolio optimieren hilft ein Plan. Setze auf langweilige ETFs.
Bei akuten Fällen von Optimierungswahn: sei standhaft wie ein Baum!

Der indische Meister Shantideva (7.8. Jhdt.) lehrte ein eindrückliches Bild für den Umgang mit starken Emotionen: sei wie ein Baum!

Wenn einen Emotionen übermannen, dann sind sie oft so stark, dass sie alles dominieren. Gerade dann ist es wichtig, ruhig zu bleiben und von dem Abstand zu halten, was sie auslöst.

Bei der Geldanlage sind es oft der Blick ins Portfolio, finanzpornografische Medien oder ein hartnäckiger Finanvermittler, der Dich ständig anruft, um Dir ein Produkt anzupreisen.

Abstand halten heißt dann: schau nicht ins Portfolio, lies keine Finanzpornografie und gehe erst Mal nicht ans Telefon, wenn der Finanzvermittler anruft.

Geh’ doch stattdessen lieber spazieren, lies ein gutes Buch oder, am besten, meditiere. Man sagt auch nicht umsonst “bring Dich auf andere Gedanken”.

Mit etwas Abstand kannst Du Dich dann ganz ruhig hinsetzen und Dir anschauen, ob die gute Anlageidee wirklich so viel besser war als langweilige ETFs.

Dieser Ratschlag gilt natürlich nicht nur für Finanzentscheidungen, sondern Du kannst das auch für andere wichtige Entscheidungen in Deinem Leben nutzen.

Aus eigener Erfahrung würde ich sagen: in den allermeisten Fällen hat es sich damit dann erledigt. Falls nicht, tja, dann kannst Du die Sache näher untersuchen.

Dann solltest Du es von allen Seiten prüfen, durchrechnen und vielleicht mit jemandem darüber reden, dem Du wirklich vertraust.

Aber Vorsicht: Deine Entscheidung kann Dir Dein Gegenüber nicht abnehmen. Es ist Dein Geld, Dein Risiko und damit Deine Entscheidung.

P.S.: Viele gute Portfolio-Ideen lassen sich leicht bei Smartbroker umsetzen.

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8 Antworten zu “Gute Anlageidee: Portfolio optimieren vs langweilige ETFs”

  1. Ich bin auch nicht langweilig und hab immer wieder gute Ideen, trotzdem traue ich mich meistens nicht sie direkt umzusetzen. Dafür finde ich wikifolio echt toll. Da kann man rumprobieren bis zum geht nicht mehr und es wird nie langweilig. Würde ich jedem empfehlen, der mal was verrücktes machen will und nicht zu viel Geld hat, bei dem es egal ist wenn es weg ist.

    1. Genau so mache ich es auch. Mit Geld spiele ich einfach generell nicht. Deshalb habe ich auch kein Spaßportfolio und halte davon nicht viel. Muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

      1. Sehe ich genauso. Mit Geld spiele ich nicht. Vielleicht sollte ich hinzufügen, dass ich mich bei wikifolio daher auch nur mit unveröffentlichten wikifolios ausprobiere. Leider tummeln sich da auch einige Leute auf dieser Plattform, die bei investierbaren wikifolios ziemlich verantwortungslos mit Hebelprodukten hantieren.

        Carramba. Dazu fällt mir natürlich noch ein, dass ich dem Blog noch einen ausführlichen (und kritischen) Bericht zu wikifolio schuldig bin…

        1. Hallo Rolf, als ich von deinem Voschlg mit Wikifolio gelesen habe war ich zuerst sehr skeptisch, weil ich das falsch verstanden habe. Ich dacht du meinst, man soll sich ein Wikifolio suchen, das zu seiner neuen Anlageidee passt und darein investieren..
          Copytraden und Zertifikate auf Trader finde ich allgemein sehr fragwürdig als Anlage, das würde ich nie mach und noch viel weniger irgendwem empfehlen.
          Aber wenn du meinst, man soll sich einfach ein Wikifolio zu seiner Strtegie bsteln und diese dmit “virtuell” testen, ok. Das kann man natürlich machen. Ich mache sowas ähnliches in Portfolio Performance, wo ich mir angucke, wie ein aktiver Trendfolgefonds als Portfoliostabilisator wirkt. (Zwischenfazit kann ich gerne in 2025 nachliefern).

          Ja, mit Geld spielt man nicht, man sollte Geld aber auch nicht zu ernst nehmen. Ich bezeichne mein Einkommensdepot als Spaßdepot, weil es mit “Spielgeld” gefüllt ist. Mit dem Geld, das ich nicht für die Altersvorsorge “brauche” und das ich nicht verkonsumiere. Damit habe ich da keinen Schmerz, wenn ich unterperforme. Andererseits ist auch da die Strategie schriftlich fixiert und wird nicht einfach so umgeworfen.

          Ansonsten meine ich, Geldanlage MUSS langweilig sein. Es ist anstrengend genug es zu verdienen und zu sparen, da brauche ich keine “action” beim Vermehren. Auch wenn ich tatsächlich relativ viel Zeit auf Finanzblogs verbringe, ist die eigentliche Finanzverwaltung bei mir relativ überschaubar vom Aufwand/Zeitbedarf

          1. Hallo Timo,
            Ja, auf jeden Fall: wikifolio NUR zum Testen verwenden. Investieren würde ich absolut nicht empfehlen. Wie gesagt, einen ausführlichen Test zu wikifolio bin ich noch schuldig, aber als Geldanlage sehe ich das sehr kritisch.

            Dein “Spaßdepot” hatte ich da jetzt nicht im Blick, als ich schrieb, man solle mit Geld nicht spielen. Es gibt ja viele Leute, die ein Spaßdepot haben, mit dem sie voll auf Risiko gehen oder einfach Mal Aktien kaufen die ihnen in den Sinn kommen. Du hast Dir ja sehr genau überlegt, was Du machst. Im Prinzip fährst Du einfach zwei Strategien, die jede für sich ihre Gültigkeit hat. Was besser ist, wird die Zukunft zeigen. Das kann man durchaus auch unter Diversifikation verbuchen.

            Dein letzter Paragraph: volle Zustimmung!

            P.S.: wenn der wikifolio-Paragraph so verstanden werden kann, sollte ich ihn dringend präzisieren. Danke für den Hinweis!

  2. Also das Gefühl, man liest etwas, oder erfährt von neuen ETFs und würde gerne diese auch noch ins Depot nehmen kenne ich nur zu gut. Da bin ich ganz bei Dir Yogi :-).

    Vor allem eine Strategie brauch Ihre Zeit um sich dann auch zu beweisen, alle 3 Monate alles über den Haufen werfen, was ich auch oft sehe, geht überhaupt nicht. Vor allem wenn es wirklich in ein Hin und Her macht Taschen leer ausartet, sprich, ich Verkauf alle MSCI World Anteile und stecke sie in einen anderen Fond. Dann eher MSCI World ruhen lassen, nichts verkaufen und wenn man was Versuchen möchte, neu Investieren. Die Kosten fressen die meiste Rendite.

    Ich habe im April, und gut, die Kurse haben da nun wirklich gut mitgespielt und ich betone ich freue mich über die Kurse und nicht über Corona, nun mein Branchen Depot gestartet, hatte Dir ja schon per Email berichtet, und ob das nun gut oder schlecht wird, wenn dann erstmal ein Resümee oder eine Ansatzweise Meinung in 1,5 bis 2 Jahren. Es ist auch kein Spielgeld, wie Du schreibst man spielt nicht mit Geld, aber und das ist meine persönliche Meinung wenn jemand sich hinsetzt und macht sich seine Eigene Gedanken zu einer Strategie inkl. das sie auf die Eigene Lebenssituation passt, man sich Wohlfühlt muss man es nicht schlecht reden. Daher bin ich Froh das Du sehr Tolerant mit anderen Ansichten umgehst, diese vielleicht nicht für gut befindest, aber auch Verständnis zeigt und durchaus nachvollziehen kannst das jemand mal was neues oder anderes Versucht..

    Ich bin Echt kein Freund immer und immer wieder die Diskussion ETFs sind Langweilig und für Dummies und Einzel Aktien das beste zu führen. Es sollte jeder so Investieren wie er sich Wohlfühlt. Und was leider ein großes Problem ist von vielen Menschen, andere Meinung auch mal als solche hinzunehmen, weil das ist dann Toleranz gegenüber anderen Meinungen.

    Niemand weiß was Morgen oder in Zukunft passiert. Was wäre wenn nun doch noch die zweite Welle an Corona kommt, nochmal Lockdown & Co z.b.. Niemand weiß es. Und alles andere egal ob bei Facebook, YouTube etc. ist reiner Klickbait.

    Toller Beitrag mal wieder von Dir ! Und nun Wünsche ich Dir ein Schönes Wochenende 🙂

    Gruß
    Roger

    1. Hallo Roger, was soll ich sagen. Ja. Im Endeffekt kann man ja auch nie sagen, welche Strategie die nächsten 20, 30 oder 40 Jahre am Besten ist. Es kann etwas sein, was ich jetzt für völlig absurd halten würde. Es gibt zwar ein paar Konstanten, aber wie konstant sie dann wirklich sind, wird sich zeigen.

      Mit Deinem Ansatz wünsche ich Dir jedenfalls viel Erfolg und bin mir sicher, Du hältst uns auf dem Laufenden.

      Eine zweite Welle wünsche ich mir auch nicht. Neben wirtschaftlichen Gründen wäre ich auch privat froh, wenn das Mal ein Ende hätte. Hoffen wir Mal das Beste!

      Jedenfalls vielen Dank für den netten Kommentar und ebenfalls ein schönes Wochenende.
      Gruß, Rolf

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