Bitcoin fällt – Droht jetzt der große Krypto-Crash?

Bitcoin fällt - Kommt jetzt der große Bitcoin-Crash? Wie reagieren die Kryptowährungen?

Pünktlich zum Jahresende ist es wieder passiert und der Bitcoin fällt noch einmal stark. Viele Anlegerinnen und Anleger machen sich daher Gedanken. Droht jetzt der große Krypto-Crash?

Für die einen sind Kryptowährungen das Ding der Zukunft. Manche meinen sogar, man bräuchte als Anleger nichts anderes mehr als Bitcoins.

Anderen hingegen, kommen Kryptowährungen nicht in die Tüte. Das Team Vorsicht warnt schon lange, es drohe ein großer Krypto-Crash.

Aber kommt er nun , der große Krypto-Crash oder hat er sogar schon begonnen? Müssen Bitcoin-Investoren um ihr Geld fürchten?

In diesem Artikel findest Du meine Einschätzung.

Vielleicht kein Bitcoin-Crash, aber Kryptowährungen schwanken gewaltig

Kryptowährungen sind erst einmal eine tolle Sache. Ich denke, langfristig wird sich hier viel tun. Ich habe allerdings Zweifel, ob es die bekannten Verdächtigen sein werden, die sich durchsetzen werden.

Die bisherige Performance vieler Kryptowährungen ist – völlig unbestritten – beeindruckend. Allerdings war auch die Volatilität von Bitcoin, Ethereum und Co hoch.

Kryptowährungen schwanken gewaltig: Verluste von 50% und mehr kommen hier häufig vor, so auch im Jahr 2021. Da braucht es starke Nerven.

Wenn ich mir überlege, wie viele Anleger und Anlegerinnen schon ein Problem mit der Volatilität von Aktien haben, dann kann ich mir nur schwer vorstellen, wie sie diese Ausschläge verkraften.

Dass der Bitcoin zum Jahresende fällt, war da nichts außergewöhnliches. Es ging am Jahresende an einem Tag von fast 48.500 USD auf unter 46.000 USD.

Okay. Ein Bitcoin-Crash ist das tatsächlich wohl noch nicht und für die Kryptowährung eher eine ganz normale Schwankung.

Mittlerweile hat er sich auch schon wieder davon erholt. Eines ist aber sicher: im neuen Jahr werden wir sicher noch viel größere Ausschläge sehen.

Kryptowährungen und der Neue Markt

Auch wenn wir aktuell wohl nicht von einem Bitcoin-Crash sprechen können, ist eine andere Sache für mich viel entscheidender.

Da gehen bei mir wirklich viele Warnlampen an: Kryptowährungen und der Neue Markt um die Jahrtausendwende, da sehe ich einfach zu viele Parallelen.

Die meisten verstehen – heute wie damals – gar nicht so genau, worum es bei dem Investment geht. Dennoch möchten Dir alle missionarisch erklären, warum das Ganze furchtbar innovativ ist.

Es sei eine Revolution und man muss da einfach dabei sein. Manchmal kommt mir das wirklich mehr wie religiöse Bekundungen als Geldanlage-Tipps vor.

So alt bin ich ja noch gar nicht und die Innovation sehe ich da ja auch. Zum Teil kann ich die Begeisterung also sogar mitgehen.

Beim Neuen Markt war das nicht wirklich anders. Natürlich war es nicht falsch, das Internet als die entscheidende Technologie von morgen zu betrachten.

Es war aber eben längst nicht so klar, wer die Gewinner sein würden und der Markt war vollkommen überbewertet.

Ebenso bin ich einfach weit davon entfernt zu glauben, dass wir heute schon wüssten, wie die Kryptowährungen der Zukunft aussehen.

Was, wenn die Kryptowährungen nicht weiter im Wert wachsen wie in den letzten Jahren, sondern nur die Volatilität bleibt? Werden die Anleger dem Bitcoin dann immer noch eisern die Treue halten?

Welche Regulierungen werden kommen? Klar ist, das sie kommen werden. Klar ist, dass es am Ende auch staatliche Kryptowährungen geben wird?

Doch was passiert dann mit den bisherigen Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum? Sehen wir dann einen generellen Krypto-Crash oder nur einen einzelner Werte wie Ethereum oder eben einen Bitcoin-Crash?

Werden sich die Währungen danach wieder erholen oder dauerhaft am Boden liegen bleiben? Für mich ist da vieles unklar.

Sorge bereitet es mir jedenfalls, wenn mir Anlegerinnen und Anleger in Foren begegnen – und das geschieht häufig – die berichten, dass sie ausschließlich in Kryptowährungen investieren.

Das hat für mich mit seriöser Geldanlage nichts mehr zu tun und ist ein hochriskantes Glücksspiel: Gier fressen Seele auf!

Davor muss ich einfach warnen – wobei ich ja wirklich hoffe, im Unrecht zu sein…

Kryptowährungen und FOMO

Bei den Kryptowährungen ist mir auf jeden Fall zu viel FOMO im Spiel. FOMO? Genau: Fear of Missing Out, bzw. die Angst etwas zu verpassen.

Das ist ein psychologisches Muster, das Anlegerinnen und Anleger an den Börsen seit Jahrzehnten verlässlich in den Ruin treibt.

Um einen herum legen viele in Kryptowährungen an und erzählen von ihren Erfolgen. Die Misserfolge behalten sie natürlich für sich. Jener Freund tut es. Jene Kollegin tut es. Und diverse Blogs berichten, wie toll das ist.

Willst Du Dir diese satten Gewinne wirklich entgehen lassen? Solltest Du nicht endlich auf den Kryptozug aufspringen? Ist das nicht Geldanlage von vorgestern, nicht bei den Kryptowährungen dabei zu sein?

Okay, der Bitcoin fällt mal, aber ja, die Performance von Kryptowährungen ist beeindruckend. Lag der Bitcoin 2017 noch um die 1.000€, sprengte er im letzten Jahr die 60.000 USD-Marke. Aktuell rangieren Bitcoins um die 47.000 USD.

Sollte man da nicht doch dabei sein? Das ist aber genau der Punkt: muss ich wirklich bei jedem heißen Scheiss dabei sein, um an der Börse Erfolg zu haben? Dann würde es schlecht aussehen für mich.

Es gibt so viele Tenbagger, die ich schon verpasst habe. Es gibt so viele Trends, auf die ich nicht aufgesprungen bin.

Also nein: darum geht es an der Börse nicht. Du musst nicht überall dabei sein, um Erfolg zu haben. Du darfst Dich eben gerade nicht von Deiner Gier leiten lassen.

Ich gönne ja allen Ihre Gewinne mit Krypotwährungen, so wie ich jenen, die von Anfang an Apple-Aktien hatten und diese bis heute nicht verkauft haben, ihre Gewinne gönne.

Nur, wie viele haben Apple-Aktien tatsächlich von Anfang an gehalten? Es gibt kein Risiko in der Vergangenheit. Wie viele haben Apples Potential tatsächlich am Anfang erkannt und sind der Aktie durch alle Höhen und Tiefen hindurch treu geblieben?

Wer weiß heute schon, welche Kryptowährungen sich in Zukunft durchsetzen und dauerhaft etablieren werden?

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Wichtiger als die Topaktie der Zukunft zu identifizieren, ist es für mich eben, an der Börse nicht allzu viel falsch zu machen. Das mag langweilig klingen und ist es wohl auch.

Aber hej, wir sprechen hier über Geldanlage und nicht Extremsportarten. Wer den Adrenalinkick sucht, sollte sich besser dort austoben.

Eines habe ich an der Börse bisher jedenfalls gelernt: einem Hype hinterherzulaufen, den man nicht richtig versteht, ist selten eine gute Idee und geht oft schief.

Bei Bitcoins verstehe ich einfach nicht, wo da langfristig das Wachstum herkommen soll. Die Währung ist davon abhängig, dass man ihr vertraut. Sobald das Vertrauen verloren geht, kann es zu sehr hohen Verlusten kommen.

Warum sollte das zukünftig nicht passieren können? Das Risiko scheint mir da hoch zu sein, dass der Bitcoin fällt – und zwar enorm und langfristig.

Gut möglich, dass es anders kommt, aber die Wahrscheinlichkeit eines nahezu Totalverlustes ist mit vielen Kryptowährungen jedenfalls gegeben.

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Geldanlage und Gier

Vor Kurzem wurde ich im Artikel über Geldanlage und Buddhismus gefragt, warum ich dabei nicht über Anhaftung und Gier gesprochen habe.

Tatsächlich hatte ich das nicht getan, weil ich das noch einmal etwa ausführlicher besprechen möchte. Hier passt es auch sehr gut dazu und ich werde daher kurz darauf eingehen.

Anhaftung an Erfolg und Gewinn ist einfach kein guter Ratgeber. Gier hilft bei der Geldanlage überhaupt nicht, denn sie verleitet einen dazu, stets das falsche zu tun: im normalen Leben wie bei der Geldanlage.

Es verleitet einen dazu, Fantasien nachzujagen und dabei alle möglichen schädlichen Handlungen zu setzen, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was vor der Nase liegt.

Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach, heißt ja auch das alte Sprichwort.

Bis man auf die Trendzüge der Börse aufspringt, sind diese meist schon abgefahren. Die großen Gewinne wurden bereits  gemacht und was bleibt, ist das enorme Risiko hoher Bewertungen.

Gerade  bei Hypeaktien wie Wirecard konnte man das zuletzt gut sehen. Als die neuen Vorwürfe kamen und die Aktie dann fiel, haben manchen Anleger die “Gunst” der Stunden gewittert, um endlich einzusteigen.

Natürlich hatte ich vorher auch schon über Wirecard gelesen und selbstverständlich hatte auch ich darüber nachgedacht, ob ich da nicht aufspringen sollte.

Ich habe mich dagegen entschieden, weil ich (a) ungern in Einzelaktien investiere und (b) das Risiko nicht abschätzbar war.

Andere Anleger hofften wohl, dass sich die Aktie ebenfalls wieder erholen würde, wie zuvor. Leider geschah dies aber nicht.

Bei einem Index ist das zwar in der Regel der Fall, aber bei Einzelaktien gibt es einfach keine Gewähr, dass sie sich nach einem Absturz wieder erholen.

Leider erwiesen sich die Vorwürfe gegen Wirecard dann halt doch als berechtigt.

Hinzu kommt bei Bitcoins auch noch Folgendes: im Gegensatz zu einer Aktie, steht hinter Kryptowährungen wie Bitcoins kein Unternehmen und damit auch kein realer Wert.

Da kann FOMO leicht umschlagen in große Panik und zu horrenden Verlusten führen, ähnlich wie bei Wirecard, als sich die Aktie im freien Fall befand und jedem klar wurde, dass da nicht viel Substanz war.

Der Unterschied zwischen Wirecard und Bitcoins ist aber: bei Bitcoins sollte es jedem schon vorher klar sein, dass dahinter kein echter Gegenwert steht.

Ein großer Krypto-Crash oder Bitcoin-Crash ist jederzeit möglich. Was, wenn aus einem Verlust von 50% mal 70% werden? Wie lange halten Anleger dann die Treue?

Verlorene Bitcoin-Passwörter

Wenn man das Risiko erwähnt, dass es zu einem Bitcoin-Crash kommt, hört man oft den folgenden Einwand: Bitcoins können gar nicht auf 0 abstürzen, denn es gibt ja so viele Bitcoins, deren Anleger die Passwörter verloren haben.

Ja, es ist richtig. Viele Anleger haben die Schlüssel für ihre Bitcoin-Wallets verloren und daher gar keinen Zugriff mehr darauf.

Sie können sie also gar nicht mehr verkaufen und der Bitcoin wird daher wohl im Wert nicht auf 0 sinken.

Das soll mich als Anleger jetzt beruhigen? Bei mir ist der Gegenteil das Fall.

Ich habe es hier also nicht nur mit einer Geldanlage zu tun, bei der es zu sehr hohen Schwankungen kommt und ein Krypto-Crash bis fast zum Totalverlust droht?

Nein, ich habe zusätzlich auch noch die Möglichkeit, alles auf einen Schlag durch eigene Schusseligkeit zu verlieren.

Nun bin ich aber wirklich vollends beruhigt. Zum Glück habe ich ja noch nie im Leben einen Code, Passwort oder eine Geheimzahl vergessen bzw. einen USB-Stick oder Daten auf einem Laufwerk verloren… Ironie off.

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Fazit – Bitcoin fällt und Krypto-Crash ist möglich

Halten wir fest: ein Krypto-Crash ist nicht nur möglich, sondern auch sehr wahrscheinlich. Der Bitcoin steigt. Der Bitcoin fällt.

Viele der Kryptowährungen schwanken ja bereits innerhalb eines normalen Jahres relativ kurzfristig um 50% nach oben oder unten.

Die meisten Anlegerinnen und Anleger treffen bei Aktienwerten ja bereits ständig schlechte Entscheidungen und bleiben selbst mit einem Index-ETF hinter dem Index zurück, weil sie mit der Volatilität nicht zurechtkommen.

Bei Kryptowährungen und deren noch viel höheren Volatilität wird das dann wohl kaum besser sein.

Zusätzlich ist es durchaus eine reale Möglichkeit, dass bestimmte Kryptowährungen dauerhaft an Wert verlieren. Ein Totalverlust oder beinahe Totalverlust ist also möglich, auch wenn man nicht sagen kann, wann und welche.

Darüber hinaus droht auf der persönlichen Ebene jederzeit der individuelle Krypto-Crash durch Verlust des eigenen Schlüssels.

Wenn ich all das berücksichtige, bleibt für mich persönlich da nur eine Entscheidung: Finger weg von Kryptowährungen.

Falls ich da doch mit machen möchte, dann höchstens mit meinem Venture-Capital. Mehr als 1-3% meines angelegten Kapitals würde ich darin nicht investieren.

Und was, wenn die Kryptowährungen sich weiterhin so gut entwickeln wie zuletzt? Stehe ich dann nicht betrübt an der Seitenlinie?

Kein Problem. Mitfreude mit den Gewinnen Anderer ist für mich okay. Außerdem: so schlecht laufen meine Aktienwerte auch nicht, dass ich Grund dazu hätte, mich schlecht zu fühlen.

Was denkst Du über Kryptowährungen wie Bitcoin & Co? Hältst Du sie für ein gutes Investment oder gehörst Du da auch zum Team Vorsicht? Oder hast Du eine Frage oder etwa einen Fehler gefunden, den ich dringend beseitigen sollte? Das kommt schon einmal vor und dann melde Dich bitte. Auf Deine Fragen, Kommentare und Anregungen freue ich mich bereits! Hinterlasse doch gerne eine kurze Nachricht.

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1 Antwort zu “Bitcoin fällt – Droht jetzt der große Krypto-Crash?”

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