Mein Buy and Hold-Portfolio, Teil 3 – Large Cap Value-ETFs

Large Cap Value ETFs meines Buy and Hold-Portfolios

Im dritten Teil dieser Artikelserie stelle ich Dir heute weitere ETFs meines Buy and Hold-Portfolios vor. Über die Anlagestrategie habe ich bereits im ersten Teil gesprochen und Dir auch mein Wikifolio-Musterdepot “Diversifiziertes Buy and Hold” vorgestellt, mit dem Du die Performance meines Portfolios verfolgen kannst.

Im zweiten Teil ging es um die Small Cap Value-ETFs in meinem Buy and Hold-Portfolios sowie das Thema Rebalancing und die Frage, warum ich nicht gleich ein reines Dividenden-Portfolio unterhalte. In diesem Teil stelle ich Dir nun die 3 ETFs vor, mit denen ich den Bereich Large Cap Value (LCV) abdecke, der fast ein Viertel meines Portfolios ausmacht.

Der Einfachheit halber noch einmal kurz die Übersicht der ETFs in meinem Buy and Hold-Portfolio:

ETFGewichtung (Bsp.)
SCV USA: WisdomTree US SmallCap Dividend
15,38%
SCV Europe: WisdomTree Europe SmallCap Div.
15,38%/200,-
SCV EM: WisdomTree Emerging Markets SmallCap Div.
15,38%/200,-
SC(V) entw. Asien: iShares MSCI Japan Small Cap
7,69%/100,-
LCV USA: UBS Factor MSCI USA Prime Value
7,69%/100,-
LCV EU: UBSFactor MSCI EMU Prime Value
7,69%/100,-
LCV Asien-Pazifik: SPDR S&P Pan Asia Div. Aristocrats
7,69%/100,-
LCB World: Vanguard FTSE All-World
7,69% /100,-
LCB EM: Vanguard FTSE Emerging Markets
7,69% /100,-
Int. REITS: iShares Developed Markets Property Yield
7,69%/100,-

Die ersten vier ETFs habe ich bereits im letzten Artikel besprochen. Weiter geht es daher jetzt mit den nächsten ETFs auf der Liste: die drei ETFs, mit denen ich Large Cap Value abdecke.

Der Value-Effekt

Der Value-Effekt ist gut erforscht und vermutlich sogar der am beste untersuchte der Faktoren. Dank des berühmten Drei-Faktoren-Model von Fama and French aus den 90ern, dass diesen den Nobel-Preis in den Wirtschaftswissenschaften einbrachte, ist es auch weithin bekannt.

Mit dem Drei-Faktoren-Modell lassen sich mehr als 90% der Rendite eines breit diversifizierten Portfolios erklären. Diese ergibt sich dabei zum einen aus dem allgemeinen Markt-Risiko, der besseren Performance von kleineren gegenüber größeren Unternehmen sowie der besseren Performance von unterbewerteten Unternehmen gegenüber höher bewerteten Unternehmen.

Demgemäß versteht man unter dem Value-Premium die risikobereinigte Rendite, die Value- bzw. Substanzwerte gegenüber Growth- oder Wachstumswerten aufweisen. Als Substanzwerte werden dabei oft Aktien verstanden, die ein niedriges Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) oder Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) haben.

Das heißt, Value-Aktien sind einigermaßen günstig zu haben. Sie gibt es sozusagen im Sonderangebot. Oft hat es natürlich auch einen Grund, dass diese Aktien in Ungnade gefallen und damit billig sind. In manchen Supermärkten gibt es ja auch so ein Regal mit Waren, die leicht beschädigt sind oder deren Verfallsdatum kurz vor dem Ablauf steht.

Bei Growth-Aktien ist oft eine gewisse Erwartungshaltung gegeben. Im Preis der Growth-Aktien sind die zukünftigen Gewinne bereits fest eingeplant. Ihre Fallhöhe, falls es dann aber doch mal nicht so gut läuft, ist damit aber auch höher.

Bei Value-Aktien sind die Erwartungen dagegen geringer. Oft sind solche Unternehmen gerade in Schwierigkeiten und damit eben auch riskanter. Sich einzelne solcher Aktien zuzulegen ist also gewiss keine gute Idee. Ein ganzes Paket davon- zum Beispiel in einem ETF- ist da schon eine andere Sache.

Da ist die Chance recht groß, das einige davon sich bald berappeln und dann eine unerwartet gute Entwicklung hinlegen. So entsteht ein Risiko-Premium. Das heißt, unterbewertete Aktien schneiden langfristig in der Summe besser ab als die vermeintlich soliden Wachstumswerte.

Alle Faktoren, so auch der Value-Faktor, kennen aber auch längere Zeiträume, in denen ihr Premium negativ ist. Das ist nichts außergewöhnliches. Laut Daten von Dimensional Fund Advisors war das Value-Premium von 1963 bis 2018 in 16% der Zehnjahreszeiträume negativ.

Die letzten 10 Jahre war das Value-Premium auch minimal negativ. Es ware eine tolle Zeit für große Wachstumswerte. Das verleitet manche bereits dazu anzunehmen, dass das Value-Premium nicht mehr existiert. Doch ein geringfügig niedrigeres Value-Premium über einen einzelnen Zehnjahreszeitraum hindurch ist noch lange kein Grund davon auszugehen, dass das Value-Premium aufhören würde zu existieren. Es ist historisch keine Seltenheit, dass das geschieht.

Tatsächlich ist es wohl sogar so, dass ein Premium nach einer Zehnjahresphase mit negativer Performance im Folgezeitraum meist eine postive Performance aufweist. Für Anleger, die eine Value-Strategie verfolgen gibt es also wenig Anlass, ihre Strategie zu ändern. Man braucht aber gewiss einen langen Atem.

Die Large Cap-Value-ETFs

Die MSCI Prime Value-Indexreihe

Die ersten beiden ETFs, die ich verwende, stützen sich auf die MSCI Prime Value-Indexreihe. Streng genommen sind die MSCI Prime Value-Indexe keine reinen Value-Indexe im klassischen Sinn. Sie kombinieren zwei verschiedene Faktoren, nämlich Value und Quality. Das heißt, der jeweilige Index fokussiert sich auf unterbewertete Aktien, die gleichzeitig hohe Qualitätsmermale aufweisen.

Zusätzlich zu den Value-Kriterien spielen bei den MSCI Prime Value Indexen bestimmte qualitative Kriterien eine Rolle. Diese sind vor allem Eigenkapitalrendite, geringe Gewinnschwankungen und ein niedriger Verschuldungsgrad.

Letztlich findet nur eine festgelegte Anzahl jener Aktien die Aufnahme in den Index, die in dem gemeinsamen Rating aus Value- und Quality-Kriterien das beste Ergebnis erzielen. Im Backtest konnten die jeweiligen Prime Value-Indexe eine deutliche Überrendite gegenüber den gewöhnlichen Value-Indexen erzielen.

Die Fokussierung auf unterbewertete Aktien, die zusätzlich mit Hilfe von Qualitätskriterien gescreened werden, ist für mich ein überzeugender Ansatz. Das Prinzip ähnelt für mich sehr der Anlagestrategie von Warren Buffet.

Leider gibt es bei ETFs auf MSCI Prime Value-Indexe keine große Auswahl. Mir sind bisher nur zwei bekannt.

UBS Factor MSCI USA Prime Value UCITS ETF

Der UBS Factor MSCI USA Prime Value UCITS ETF [1,87%; TER 0,25%; TD -0,10%] bezieht sich auf den gleichnamigen MSCI Index, der 158 relativ unterbewertete Qualitätsaktien aus den USA enthält.

Wie im letzten Artikel bereits erwähnt, gibt extraetf.com die durchschnittliche Tracking-Differenz des ETFs mit -2,51% an. Vermutlich liegt hier eine Verwechslung mit dem allgemeinen MSCI USA Value-Index vor. Die Webseite trackingdifferences.com gibt für den ETF die deutlich plausiblere TD von -0,10% an.

Folgt man sehr strengen Value-Kritierien, ist der MSCI USA Prime Value-ETF mit einem KGV von 13,24 und einem KBV von 2,25 wirklich kein reiner Value-ETF. Auch ein paar der darin enthaltenen Aktien erstaunen. Neben derzeit typischen Substanzwerten wie Exxon Mobil Corp, Walmart Inc und Pfizer Inc. findet sich auf Platz eins der Top 10 Bestandteile derzeit Apple mit gut 5%.

Diesen Ansatz finde ich aber gerade sehr interessant, da er Unterbewertung nicht isoliert sieht, sondern vielmehr darauf abzielt zu betrachten, was relativ zur Qualität günstig ist. Laut Informationen von MSCI schlägt der MSCI USA Prime Value Index den gewönlichen MSCI USA Value Index in den letzten 10 Jahren hauchdünn mit 15,48% im Vergleich zu 15,10% pro Jahr. Seit Ende November 1995 war der Unterschied mit gut 1,5% pro Jahr hingegen sehr viel deutlicher.

Wer es beim Value Ansatz etwas klassischer bevorzugt findet hier natürlich mit dem UBS MSCI USA Value UCITS ETF eine ausschüttende Alternative mit einem KGV von 13,65 und einem KBV von 2,05.

Etwas überzeugender ist für mich da der (thesaurierende) iShares Edge MSCI USA Value Factor (KGV 9,86; KBV1,48), der statt dem MSCI USA Value Index wie der zuvor genannte ETF, den MSCI USA Enhanced Value Index abbildet. Letzterer berücksichtigt neben dem KBV auch das Verhältnis des Kurses zu zukünftigen (erwarteten Gewinnen) sowie das Verhältnis von Unternehmenswert zu Cash Flow.

Eine weitere Alternative ist vielleicht auch der SPDR US Dividend Aristocrats UCITS ETF, der eine Dividendenwachstumsstrategie verfolgt und eine gute Performance vorzuweisen hat. Mit einem KGV von 16,99 und einem KBV von 2,7 kann er derzeit freilich nur noch mit sehr viel gutem Willen als Value-ETF durchgehen.

Hier ein direkter Vergleich der genannten ETFs für die letzten 3 Jahre (Achtung: der iShares-ETF besteht noch keine 3 Jahre):

Buy and Hold-Portfolio; Vergleich der Large Cap ETFs für den Bereich US Large Cap Value.

Quelle: onvista.de

Ein Wort zum Fondsvolumen: mit einem Fondsvolumen von aktuell 22 Mio USD (laut UBS) ist der ETF natürlich noch ein recht kleiner Fonds. Hier besteht die Gefahr, dass der ETFs irgendwann aufgelöst werden könnte.

Bei dem notwendig werdenden vorzeitigen Verkauf der Anteile könnten sich dann steuerliche Nachteile ergeben. Aufgrund der konstant guten Performance des ETFs hoffe ich aber, dass die Anzahl der Interessenten mit der Zeit weiter wächst. Von Oktober 2018 bis April 2019 gab es bisher weitere Zuflüsse in Höhe von 3 Mio. USD.

Beim Größenvergleich der genannten ETFs ergibt sich folgendes Bild:

Marktkap.UBS USA PVUBS USA ViShares USA EVSPDR US DA
Sehr groß46,49% 50,72%31,77%21,78%
Groß 35,60%35,56%46,33%28,05%
Mittelgroß17,91%13,72%21,90%42,76%
Klein7,41%
Micro
∅ Marktkap. (Mio. €)72.79275.55050.26520.914

Daten: morningstar.de

Von den angeführten ETFs weist der SPDR US Dividend Aristocrats-ETF die niedrigste durchschnittliche Marktkapitalisierung auf und hat den Schwerpunkt eher im Mid Cap-Bereich. Dadurch weist er allerdings auch ein paar Überschneidungen mit dem WisdomTree US Small Cap Dividend-ETF in meinem Buy and Hold-Portfolio auf.

Zudem habe ich bereits einen deutliche Fokus auf Small Caps und möchte bei den Large Cap ETFs ja eben gerade auf Unternehmen mit einer größere Marktkapitalisierung setzen. Der UBS USA Prime Value-ETF macht hier kein schlechtes Bild, wirkt ausgeglichen und auch die Mid Caps kommen nicht zu kurz.

UBS Factor MSCI EMU Prime Value UCITS ETF

Der UBS Factor MSCI EMU Prime Value UCITS ETF [3,85%; TER 0,28%; TD -0,23% ] bezieht sich auf den gleichnamigen Index. Er enthält 60 relativ unterbewertete Qualitätsaktien aus den entwickelten Ländern des Raumes der Europäischen Währungsunion. Dies sind vor allem: Österreich, Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Portugal und Spanien. Großbritannien bleibt hier leider ziemlich außen vor.

Das Meiste, was ich oben beim UBS Factor MSCI USA Prime Value UCITS ETF geschrieben habe, gilt hier genauso. Der ETF verfolgt keinen reinen Value-Ansatz, sondern betrachtet die Unterbewertung immer relativ zur Qualität.
Laut Informationen von MSCI schlägt der MSCI EMU Prime Value Index den gewönlichen MSCI EMU Value Index in den letzten 10 Jahren ebenfalls nur knapp mit 9,66% im Vergleich zu 9,53% pro Jahr. Seit Ende Dezember 1998 war der Unterschied mit knapp 3% pro Jahr allerdings noch deutlicher als beim MSCI USA Prime Value Index.

Das KGV von 11,75 und der KBV von 1,5 sind mehr als akzeptabel, auch wenn die Standardvariante des UBS MSCI Value ETF mit 10,41 und 1,02 die etwas bessere Value-Faktorladung zu haben scheint.

Für dieses Jahr wird zwar ein leichter Rückgang der Ausschüttungen prognostiziert, die letzten Jahre stiegen sie aber immer leicht an und die aktuelle Ausschüttungsquote um die 4% lässt sich – für einen ETF, der keine reine Dividenden-Strategie verfolgt – ohnehin sehen.

Alternativen gibt es natürlich auch hier einige. Da wären zum Beispiel der UBS MSCI EMU Value, der iShares Edge MSCI Europe Value Factor UCITS ETF oder der iShares EURO Total Market Value Large UCITS ETF zu nennen.

Der Deka STOXX® Europe Strong Value 20 UCITS ETF ist sicher auch eine Alternative, doch ist er für meinen Geschmack mit gerade einmal 20 Einzelwerten nicht ausreichend diversifiziert. Daher habe ich ihn nicht in das Buy and Hold-Portfolio aufgenommen.

Hier ein Vergleich:

Vergleich von EMU Prime Value bzw. Europe Value-ETFs für das Buy and Hold-Portfolio.

Quelle: onvista.de

In dieser Gegenüberstellung hat der iShares Edge MSCI Europe Value Factor UCITS ETF derzeit sogar die Nase vorne. Wenn man die langfristigen Daten des MSCI Europe Enhanced Value Index mit denen des MSCI EMU Prime Value Index vergleicht, sieht es für mich so aus, als würde doch einiges für den MSCI Prime Value Index sprechen. Wir werden sehen.

SPDR S&P Pan Asia Dividend Aristocrats UCITS ETF

Etwas schwieriger gestaltet sich die Auswahl im Bereich Asien-Pazifik für Large Cap Value-Werte. Hier gibt es meines Wissens leider keine Value-ETFs und ich musste daher von vornherein behelfsmäßig auf Dividenden-ETFs zurückgreifn.

Neben dem SPDR S&P Pan Asia Dividend Aristocrats UCITS ETF [2,93%; TER 0,55%; TD 0,66%] standen folgende Alternativen zur Auswahl: der iShares Asia Pacific Dividend UCITS ETF sowie der iShares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30 UCITS ETF.

Während die anderen beiden ETFs ausschließlich Unternehmen aus den entwickelten Ländern Asien-Pazifiks beinhalten, schließt der SPDR S&P Pan Asia Dividend Aristocrats ETF auch Entwicklungsländer mit ein. Mit dem WisdomTree Emerging Markets SmallCap Dividends decke ich zwar bisher Small Cap Value in den Entwicklungsländern ab, doch Large Cap Value fehlte da ohnehin bisher in meinem Buy and Hold-Portfolio.

Mit 100 enthaltenen Aktienpositionen ist der SPDR-ETF auch breiter diversifiziert als die beiden anderen, die jeweils nur auf 30 Unternehmen setzen. Das ist dann doch etwas wenig. Ein KGV von 13,70 und 1,39 sind akzeptabel. Die beiden anderen ETFs habe vergleichbare Werte (12,54/1,43).

In jedem Fall gefällt mir der Ansatz, dass der SPDR ETF ausschließlich Unternehmen zulässt, die zumindest 7 Jahre in Folge ihre Dividende erhöht haben. Das kann man durchaus als ein Qualitätskriterium betrachten. Bei den beiden iShares ETFs scheint der Fokus hingegen in erster Linie auf Aktien mit einer hohen Dividendenausschüttung zu liegen.

Beide ETFs beziehen sich auf den Dow Jones Asia/Pacific Select Dividend 30 Index. In punkto Dividendenstabilität werden hier nur die letzten 3 Jahre betrachtet, in denen die Dividende jeweils erhöht oder gleich geblieben sein sollte (“Dividend-per-share greater than or equal to the three-year average dividend-per-share”). Noch dazu machen Financials hier knapp 27% aus. Das ist für meinen Geschmack deutlich zu viel.

Gewiss, mit 3 Jahren ist die folgende Vergleichschart noch nicht wirklich aussagekräftig, doch sie bestätigt den ersten Eindruck. Zusätzlich habe ich hier zum Vergleich mit dem Vanguard FTSE Developed Asia Pacific ex Japan UCITS ETF noch einen Large Cap Blend-ETF dazugenommen.

Vergleichschart für das Segment Pan Asia Large Cap Value im Buy and Hold-Portfolio.

Quelle: onvista.de

Das Large Cap Value-Portfolio

Die Kombination dieser drei ETFs ergibt für sich bereits ein eigenes Portfolio mit einem Schwerpunkt auf Large Cap Value. Das Morningstar X-Ray bestätigt, dass der Schwerpunkt des Aktienstils hier wirklich klar im Bereich der Large Caps und insbesondere Large Caps Value liegt.

36,8635,155,52Large Caps
11,027,862,68Mid Caps
0,210,120,26Small Caps
ValueBlendGrowthNicht klassifiziert: 0,31

Das durchschnittliche KGV beträgt 13,15 und das KBV 1,75. Diese Werte gehen in Ordnung. Man muss im Kopf behalten, dass es sich hier nicht um einen reinen Value-Ansatz handelt, sondern der Faktor Quality auch eine Rolle spielt.

Favorisiert man aber ohnehin thesaurierende ETFs, ist ein MSCI Value-ETF sicher auch eine gute Wahl. Der iShares Edge MSCI World Value Factor UCITS ETF ist da mit einem KGV von 9,35 und einem KBV von 0,95 sicher eine gute Alternative. Laut Webseite von iShares gibt es zwar auch eine ausschüttende Variante, diese ist aber bisher leider bei keinem Online-Broker sparplanfähig.

All Value Buy and Hold-Portfolio

Im nächsten Teil werde ich den Anteil von Large Cap Blend und REITS-ETF in meinem Buy and Hold-Portfolio vorstellen. Theoretisch könnte man die Aufteilung aber auch bei den bisherigen ETFs belassen und ein Value-orientiertes Buy and Hold-Portfolio erstellen. Dieses würde dann aus den folgenden 7 ETFs bestehen:

ETFGewichtung
SCV USA: WisdomTree US SmallCap Dividend
14,3% / 100,-
SCV Europe: WisdomTree Europe SmallCap Div.
14,3% / 100,-
SCV EM: WisdomTree Emerging Markets SmallCap Div.
14,3% / 100,-
SC(V) entw. Asien: iShares MSCI Japan Small Cap
14,3% / 100,-
LCV USA: UBS Factor MSCI USA Prime Value
14,3% / 100,-
LCV EU: UBSFactor MSCI EMU Prime Value
14,3% / 100,-
LCV Asien-Pazifik: SPDR S&P Pan Asia Div. Aristocrats
14,3% / 100,-

Dieses Buy and Hold-Portfolio hätte ein KGV von 12,85 und ein KBV von 1,51. Die Länder-Aufteilung ist mit ziemlich genau 30% USA, 30% Europa und 40% Asien ebenfalls sehr interessant. Allerdings wäre der Japan-Anteil mit 18% doch etwas hoch. Da es sich um einen einzelnen ETF handelt, kann man das Gewicht aber flexibel reduzieren.

Im nächsten Teil dieser Reihe stelle ich Dir dann kurz noch die Large Blend- und REITS-ETFs in meinem Buy and Hold-Portfolio vor. Außerdem erfährst Du da, wie ich das Portfolio rein praktisch umsetze. Zu Teil 4 geht’s hier.

Mein Buy and Hold-Portfolio, Teil 3 - Large Cap Value-ETFs 1




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