Das 10-ETF-Portfolio, Teil 4 – Large Cap Blend und REITS

Das 10-ETF-Portfolio und die Länderaufteilung.

Dies ist nun der vierte und letzte Teil der Artikelserie, in der ich Dir mein 10-ETF-Portfolio vorstelle. Heute geht es um die Large Cap Blend-ETFs im Portfolio sowie den REITS-ETF. Außerdem will ich hier auch das 10-ETF-Portfolio einmal als Ganzes betrachten und auf die Frage eingehen, wie sich das rein praktisch umsetzen lässt.

Da alle meine Leser echt clever sind, kannst Du Dir vermutlich bereits denken, wie viele ETFs im 10-ETF-Portfolio zum Einsatz kommen. Richtig. Es sind 10. Durch die Kombination dieser ETFs, weiche ich von einer reinen Gewichtung nach Marktkapitalisierung ab und gewichte stattdessen nach Asset Allocations. Außerdem versuche ich eine ausgewogene Verteilung der Regionen herzustellen, die sich (sehr) lose am BIP orientiert.

Bei 10 ETFs wirst Du Dich vielleicht fragen, ob das überhaupt als Sparplan machbar ist. Die Antwort darauf ist ein klares “jain”. Das Portfolio bespare ich zwar selbst mittels Sparplan, dafür ist allerdings eine relative hohe Sparrate sinnvoll. Wie ich das konkret mache, erfährst Du am Ende des Artikels. Teil 1 dieser Artikelserie findest Du hier.

Large Cap Blend – World

Die ETFs im Segment weltweite Large Cap Blend bilden für die meisten ETF-Investoren das Grundgerüst und machen nicht selten ihr gesamtes Portfolio aus. Ein weltweiter Blend-ETF darf daher auch im 10-ETF-Portfolio nicht fehlen.

Schließlich will ich ja auch überall ein bisschen dabei sein. Wenn jemand beim Small Talk fragt, ob ich auch in Apple, Amazon oder Netflix investiere, kann ich mit überzeugender Miene antworten. “Klar, da bin ich auch dabei.”

Im Prinzip langt es auch vollkommen, nur einen ETF auf den MSCI World ACWI (IMI) oder den FTSE All-World zu haben. Wenn man den Anteil an Emerging Markets erhöhen möchte, empfiehlt sich aber noch ein separater ETF.

Vanguard FTSE All-World UCITS ETF

Mein bevorzugter Kandidat, um die entwickelte Welt abzudecken, ist eigentlich der Vanguard FTSE Developed World UCITS ETF [2,44%; TER 0,18%; TD -0,06%; Fondsvolumen: 296 Mio.]. Die durchschnittliche Marktkapitalisierung liegt bei 64.106 Mio €. Etwa 86% der enthaltenen Einzelwerte gelten als groß und 14% als mittelgroß.

Mit 2186 Indexbestandteilen enthält er deutlich mehr als der iShares Core MSCI World UCITS ETF [ thes.; TER 0,20%; TD 0,15%; Fondsvolumen: 15.274 Mio.] mit 1676. Der Xtrackers MSCI World UCITS ETF [ 2,25%; TER 0,19%; TD 0,12%; Fondsvolumen: 674 Mio. ] enthält hinegen gerade einmal 800 Indexbestandteile. Auch wenn das in der Performance kaum einen Unterschied machen dürfte, kann man daran ganz gut erkennen, dass Welt-ETF nicht gleich Welt-ETF ist.

Warum habe ich im 10-ETF-Portfolio nun trotzdem auf den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF [2,43%; TER 0,25%; TD -0,01; Fondsvolumen: 2.297 Mio. ] gesetzt? Das war eine rein pragmatische Entscheidung. Ich habe bereits den FTSE All-World ETF eine Weile bespart und hatte da bereits einen Bestand.

Der All-World enthält bereits einen ca 10%-igen Anteil an Emerging Markets, aber der fällt jetzt nicht so schwer ins Gewicht. Würde ich das Portfolio aber von null aufbauen, würde ich wohl den FTSE Developed World ETF nehmen.

Ein Performance-Vergleich der ETFs macht wenig Sinn, da sie alle nah beieinander liegen. Einzig der All-World liegt moment im Dreijahreszeitraum knapp 1% in den ETFs auf die entwickelte Welt. Dies liegt aber einfach an der 10%-igen Beimischung der Werte aus den Entwicklungsländern, da diese zuletzt etwas schlechter liefen.

Wenn man es einfach mag und einen Ansatz wie meinen für zu kompliziert hält, ist der FTSE All-World-ETF auch eine gute Möglichkeit, den Aktienanteil des Portfolios mit einem einzigen ETF zu bestreiten. Auf diesen ETF habe ich schon in einem früheren Artikel hingewiesen.

Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF

Eine weitere wichtige Anlageklasse, auf die ich nicht verzichten möchte, sind die Large Caps Blend-Werte der Entwicklungsländer. Hier gibt es eine große Auswahl an ETFs. Hier fiel meine Wahl auf den Vanguard FTSE Emerging Markets UCITS ETF [2,83%; TER 0,25%; TD 0,17%]. Er bietet 1.099 Indexbestandteile, eine durchschnittliche Marktkapitalisierung von 30.800 Mio. € und hat ein Fondsvolumen von 1.693 Mio. €.

Neben ETFs auf den FTSE EM-Index gibt es auch eine große Auswahl an ETFs auf den MSCI EM-Index. Diese geben sich nicht viel und ein paar haben auch sehr attraktive Werte. Sogar ETFs auf den MSCI EM IMI-Index finden sich hier. Da magst Du Dir nun denken, dass das doch eine tolle Sache ist. Mit einem ETF auf den MSCI EM IMI-Index kann man gleich noch Small Caps abdecken. Spricht das nicht klar für einen EM IMI-ETF aus der MSCI-Indexreihe?

Wie ich vor Kurzem in einem Artikel gezeigt habe, ist der Small Caps-Anteil im MSCI EM IMI leider viel zu gering, um bei der Rendite einen wirklichen Unterschied zu machen. Laut MSCI-Brochüre hat der MSCI EM IMI seit dem 29. Dezember 2000 eine annualisierte Rendite von 8,71%. Beim MSCI EM-Index sind es dagegen “nur” 8,68%. Da scheint mir die Kostenstruktur des jeweiligen ETFs wichtiger zu sein als die Frage, ob man auf MSCI EM oder MSCI EM IMI als Index setzt.

Letztlich macht es keinen großen Unterschied, ob Du nun auf FTSE- oder MSCI- Indexe setzen möchtest, die die entwickelte Welt oder Emerging Markets abbilden. Insgesamt liegen beide in etwa gleichauf. Es empfiehlt sich aber, die beiden nicht unbedingt zu mischen, da sie z.B. unterschiedliche Ländereinteilungen vornehmen. Weitere Details findest Du hier.

Ein Grund, warum ich Vanguard-ETFs bevorzuge ist die Unternehmensphilosophie. In den USA ist Vanguard genossenschaftlich organisiert, aber auch hier werden Unternehmensgewinne zu einem größtmöglichen Teil an die Kunden weitergegeben. Das heißt zum Beispiel, dass die Fondskosten nach unten angepasst werden, wenn ein ETF erfolgreich ist und mehr Gewinne macht.

iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF

Für internationale ETFs mit dem Fokus auf Immobilien kommt bei mir der iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF [3,96%; TER 0,59%; TD 0,30%] zum Einsatz. Er bietet 332 Indexbestandteile, eine durchschnittliche Marktkapitalisierung von 9681 Mio. € und ein Fondsvolumen von 2.829 Mio. €.

Die TER mag hier auf den ersten Blick abshcreckend hoch erscheinend. Doch, wie hin und wieder gesagt, ist die Tracking Differenz (TD) viel entscheidender und die ist absolut okay. Seit 2008 liegt sie laut trackingdifferences.com bei durchschnittlich 0,23% pro Jahr. Bei de.extraetf.com finden sich zwar andere Zahlen, doch gibt es da bei der TD hin und wieder Ungereimtheiten und ich vertraue den Werten dort noch nicht wirklich.

Stabilisiert sich der Trend der letzten Jahre, liegt die TD sogar um 0%. 2015 und 2016 lag sie bei 0% und 2017 bei -0,1%. Davor war sie deutlich höher, nahm aber sukzessive ab. Dementsprechend war es 2017 sogar billiger, breit zu diversifizieren, als einzelne der Bestandteile direkt zu halten.

Die einzige Alternative, um global in Immobilien-Werte zu investieren ist der SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF [2,61%; TER 0,40%; TD 0,40%; Fondsvolumen: 604 Mio. ] mit 230 Indexbestandteilen. Obwohl die TER niedriger ist, ist die TD mit 0,40% (de.extraetf.com) bzw. 0,37% (trackingdifferences.com) höher als beim iShares.

Im 5-Jahres-Vergleich verhalten sich beide ähnlich, doch der iShares-ETF hat ein wenig die Nase vorn:

Das 10-ETF-Portfolio: Vergleich von iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF und SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF.

Das 10-ETF-Portfolio im Überblick

ETFGewichtung
SCV USA: WisdomTree US SmallCap Dividend
15,38% /100,-
SCV Europe: WisdomTree Europe SmallCap Div.
15,38%/100,-
SCV EM: WisdomTree Emerging Markets SmallCap Div.
15,38%/100,-
SC(V) entw. Asien: iShares MSCI Japan Small Cap
7,69%/50,-
LCV USA: UBS Factor MSCI USA Prime Value
7,69%/50,-
LCV EU: UBSFactor MSCI EMU Prime Value
7,69%/50,-
LCV Asien-Pazifik: SPDR S&P Pan Asia Div. Aristocrats
7,69%/50,-
LCB World: Vanguard FTSE All-World
7,69% /50,-
LCB EM: Vanguard FTSE Emerging Markets
7,69% /50,-
Int. REITS: iShares Developed Markets Property Yield
7,69%/50,-

Zum Abschluss dieser Artikelserie noch einmal kurz die Eckdaten des 10-ETF-Portfolio (laut Morningstar X-Ray-Tool):

Die Regionenverteilung ist ziemlich ausgewogen: Amerika 35,07% – Europa 28,58% – Asien 35,61 – nicht klassifiziert 0,75%. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis beträgt 12,91, das Kurs-Cashflow-Verhältnis 6,01 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis 1,41.

Überschneidungen sind gering und die aktuell größte Position ist mit einem Anteil von 0,52% im Portfolio Apple, gefolgt von Tencent (0,50%) und Exxon Mobil Corp (0,44%). Weitere Top 10-Positionen sind Total, Allianz, Sanofi, AXA, Siemens, Alibaba und BASF. Insgesamt machen diese zusammen 4,27% des 10-ETF-Portfolio aus.

Der Aktienstil ist wie folgt:

ValueBlendGrowth
14146Large
1295Mid
18127Small

Die durchschnittliche TER ist mit 0,40% nicht gerade niedrig, aber auch nicht exorbitant hoch, wenn man bedenkt, dass da ein paar recht spezielle ETFs mit illiquiden Märkten dabei sind. Die Tracking-Differenz ist dafür auch ziemlich niedrig und liegt lediglich um 0,2%.

Von der strategischen Ausrichtung ist das 10-ETF-Portfolio definitiv nur für die langfristige Geldanlage gedacht. Es gibt da auch keine Garantie, dass es – wie von mir erhofft – besser abschneidet als ein Portfolio, das nach Marktkapitalisierung gewichtet ist.

Da ich bereits doch auf Mitte 40 zugehe, habe ich begonnen, zusätzlich eine Position mit Anleihen aufzubauen. Diese macht 10% meines Gesamt-Portfolios aus. Es handelt sich aber um keine sehr sichere, sondern eine eher “aktienähnliche” Position von Staatsanleihen der Entwicklungsländer. Diese bilde ich mit einem Vanguard-ETF ab. Dennoch erhoffe ich mir davon einen gewissen Diversifikationseffekt.

Die Anleihenbeimischung ist natürlich eine sehr individuelle Angelegenheit und erfolgt je nach Risikotoleranz des Anlegers. Sie kann zwischen 0% und 100% schwanken. Im Portfolio habe ich diesen sicheren Anteil daher weggelassen und mich ausschließlich auf das Aktienportfolio fokussiert. Auch wenn sie meist kaum oder wenig Rendite bringen, sind Anleihen durchaus wichtig, denn sie senken das Risiko eines Portfolios.

Kann man das 10-ETF-Portfolio praktisch umsetzen?

Ein Leser hat mich bereits gefragt, wie ich das 10-ETF-Portfolio umsetze. Das ist eine berechtigte Frage. Er vermutete, dass das doch sicher nicht als Sparplan geht.

Tja, tatsächlich läuft das 10-ETF-Portfolio bei uns als Sparplan für Altersvorsorge. Das geht aber nur, weil wir momentan beide arbeiten und eine kleine Eigentumswohnung haben, die nicht viel Kosten verursacht. Da bleibt trotz sparsamen Kleinwagen und Kind noch immer einiges übrig.

Da es keinen Broker zu geben scheint, bei dem alle ETFs in unseremPortfolio sparplanfähig sind, nutzen wir zwei Broker: DKB und OnVista. Die WisdomTree-ETFs und den Vanguard All-World besparen wir bei OnVista. Das war bis Juni noch kostenlos möglich. Leider hat OnVista gerade seine Bedingungen geändert und nun auch pauschale Kaufgebühren eingeführt. Darüber hatte ich hier bereits geschrieben.

Bei OnVista fällt ab jetzt 1,- pro Ausführung an und bei der DKB 1,50,-. Sowohl bei der DKB als auch bei OnVista lassen sich Sparpläne dreimonatig ausführen. Bei 1,- bzw. 1,5,- pro Ausführung sind meine Kosten damit immer noch moderat.

Für das ganze 10-ETF-Portfolio belaufen sich die Kaufgebühren auf 52,- Euro pro Jahr. Da zahlen andere bei Brokern mit prozentualen Ausführungsgebühren von 1,5% bei einer Sparrate von 300,- monatlich bereits mehr. Prozentual fallen bei uns hier lediglich Kaufkosten von 0,33% an.

Wenn Dich das Portfolio also inspiriert hat und Du jetzt überlegst, ob das überhaupt umsetzbar ist, dann muss Dir Folgendes klar sein. Bei 10 ETFs benötigst und dieser Konstellation mindestens 52,- Euro an Kaufkosten pro Jahr.

Damit das vertretbar ist, sollten die Kaufgebühren wohl prozentual insgesamt nicht mehr als 1% deiner Sparrate ausmachen. Hinzu kommt, dass die Mindestsparraten bei DKB und OnVista 50,- betragen. Damit empfiehlt sich ein solches Portfolio erst ab einer Sparrate von mindestens 500,- monatlich.

Wenn Deine Sparrate nicht so hoch ist, kein Problem. Es gibt auch sehr viele gute Portfolios, die z.B. mit 1, 2, 3 oder 4 ETFs auskommen. Das muss kein Nachteil sein und viele erfahrene Anleger würden ein solches Portfolio sogar meinem 10-ETF-Portfolio vorziehen. Über ein Ein-ETF-Portfolio habe ich bereits in der Vergangenheit geschrieben. In naher Zukunft möchte ich mir aber auch noch Portfolio-Alternativen für 2, 3 und mehr ETFs ansehen.

Wie früher schon erwähnt, kann man die Entwicklung des Portfolios bei wikifolio verfolgen. Ich habe dort ein entsprechendes Musterportfolio mit dem Titel “Diversifiziertes Buy and Hold” eingerichtet. Da ich es allerdings just vor Trump’s letzter Twitter-Tirade Anfang Mai zum Handelskrieg mit China eingerichtet habe, ist es aktuell etwas im Minus. Die Platform wikifolio zieht beim Musterportfolio auch jeweils 0,95% p.a. an Gebühr ab, was die Entwicklung eines DIY-Portfolio natürlich langfristig etwas verfälscht.

Das 10-ETF-Portfolio, Teil 4 - Large Cap Blend und REITS 1

4 Antworten zu “Das 10-ETF-Portfolio, Teil 4 – Large Cap Blend und REITS”

  1. Hallo,
    interessantes Portfolio. Folgende Frage: Was ist die Argumentation hinter den 7,69% REITs? Warum nicht 5% oder 10%?
    Alle Angaben beziehen sich auf das reine Aktienportfolio, korrekt? die 10% Anleihen sind nicht berücksichtigt?
    Warum nicht?
    Gruß

    1. Lieber Herr K.,
      Danke für die Frage. Tja, die 7,69% klingen etwas komplizierter, als es ist. Es sind ja 10 ETFs und – um es trotzt 10 ETFs einigermaßen einfach zu halten – sind davon fast alle gleichgewichtet. Die Ausnahme sind die 3 Small Caps Value- bzw. Small Caps Dividend-ETFs, die jeweils doppelt gewichtet sind. Diese haben einfach das doppelte Gewicht. Daher ergibt sich die krumme Prozentzahl von 7,69%.

      Damit bleibt das Rebalancing aber immer noch einigermaßen einfach. Da die 7,69% unnötig kompliziert klingen, habe ich jeweils auch als Beispiel Geldbeträge angegeben. Wenn alle anderen ETFs, wie zum Beispiel der RETIS-ETF, jeweils einen Wert von 1.000,- haben, haben die drei Small Caps Value-ETFs einen Wert von 2.000,-. Wenn man Small Caps Value nicht überbewerten möchte, könnte man natürlich auch einfach alle gleichgewichten. Dann hätten alle genau 10%. Dieses Portfolio spiegelt aber exakt mein eigenes wider und daher diese Darstellung.

      Anleihen sind für mich eine individuelle Entscheidung. Da ist von 0% bis 90% an Beimischung zum Aktienportfolio ja alles möglich. Da den Anleihenanteil jeder selbst nach eigenem Risikoempfinden festlegt, habe ich ihn in der Darstellung hier weggelassen. Das ist aber ein guter Hinweis und ich werde oben noch einen Satz dazu einfügen.

      Gruß,
      Rolf

      1. Vielen Dank für die Antwort, Rolf!
        Dass die 7,69 % die Folge von 13 Anteilen (3*2 für die SCs plus 7*1 für die restlichen) sind, ist mir klar.
        Was mir nicht klar war (und immer noch nicht klar ist): Warum Du den weltweiten REIT im Verhältnis zu den restlichen ETFs als 1/13 gewichtest?
        Ich hatte erwartet, dass Du z.B. Immobilien als eigenständige Anlageklasse, die Du mittels REIT abbilden willst, gegenüber Aktien betrachtest und dann z.B. eine Gewichtung basierend auf der Marktkapitalisierung REIT vs. Aktien durchführst.
        Wenn ich Dich richtig verstehe, hast Du aber generisch entschieden, 3 Regionen (NA/Europa/Asien) mittels 3 Kriterien (SCV, LCV, LCB) zu besparen und einen globalen REIT hinzuzunehmen, wobei die SCVs um einen Faktor 2 übergewichtet sind, alle anderen sind gleichverteilt.
        Hinter dem REIT-Anteil steckt also keine “tiefe Botschaft” sondern simple Bruchrechnung 😉
        Gruß

        1. Hallo Herr K.,
          Leider ist mir die Antwort durchgerutscht und ich habe sie jetzt erst gesehen. Genau. Tatsächlich orientiere ich mich eben gerade nicht an der Marktkapitalisierung, sondern versuche das Portfolio eher nach Assets und Regionen zu diversifizieren. Ideal wird das Portfolio einmal aus 10 gleichgroßen Teilen im Aktienbereich bestehen. Aktuell halte ich es aber für sinnvoll, den Bereich Small Cap Value überzugewichten. Das hat mit dem langen Anlagehorizont des Portfolios zu tun. In 25 Jahren könnten Reits im Portfolio ca. 10% ausmachen und Large Cap Blend, Large Cap Value, Small Cap Value jeweils ein Drittel. Die nächsten 10-15 Jahre möchte ich es aber so laufen lassen und dann evaluieren.

          Das die Gewichtung nach Marktkapitalisierung, insbesondere nur auf Large Caps, nicht ideal ist, ist auch Gegenstand eines aktuellen extraETF-Artikels: https://de.extraetf.com/news/etf-news/alternative-indexgewichtungen-market-cap-nein-danke

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